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"What’s in the Box?"

15 Jahre Nike SB Dunk

Der Nike Dunk kam 1985 als Basketballschuh auf den Markt. Seinen Status als Kultobjekt verdiente er sich jedoch nicht auf dem Parkett, sondern auf dem Skateboard. Wir blicken zurück auf 15 Jahre Nike SB Dunk.

Nach einem gescheiterten Anlauf Ende der 90er-Jahre versucht Nike im März 2002 noch einmal, den Skateboard-Markt zu entern. Dabei greift die Brand auf eine alte Basketball-Silhouette zurück, die in der Vergangenheit schon unter Skatern beliebt war: Gemeinsam mit den Pro-Skatern Richard Mulder, Danny Supasirirat, Reese Forbes und Gino Iannuci wird der Nike SB Dunk Pro entwickelt. Mit seinen extra dicken Polstern in der Zunge und Zoom Air in der Ferse eignet er sich sogar noch besser zum Skaten. Alle vier Pros bekommen ihren eigenen Schuh der »Colors by«-Serie, die an die »Be True To Your School«-Kampagne des originalen Dunks angelehnt ist. Die Modelle erwecken auch außerhalb der Skateszene Begehrlichkeiten.
Ein weiteres Ausrufezeichen setzt sechs Monate später die erste Kollaboration mit Supreme. Der New Yorker Skateshop verwendet als erstes den legendären Elephant-Print des Air Jordan 3 auf einem anderen Schuh: so entstehen zwei Dunk Lows, die an die OG-Colourways »Black Cement« und »True Blue« erinnern.
Kleiner Fun Fact am Rande: Campouts für limitierte Releases, mittlerweile gang und gäbe in der Sneakerszene, sind auf den Dunk-Hype der 2000er zurückzuführen, als die letzten SB Dunks noch in den normalen orange-braunen Nike-Kartons verkauft wurden. Erst ab Januar 2003 bringt Nike mit der silbernen Box Farbe ins Spiel, um sich vom restlichen Sortiment abzugrenzen. 
Der »Cali« Dunk – ein Modell, das besonders oft an den Füßen von Teamfahrer Paul Rodriguez gesehen wurde – war der wohl begehrteste Schuh der »Silver Box«-Zeit, weil er mit seinen Farben an die kalifornische Staatsflagge erinnerte. Im Januar 2005 läutet Nike SB mit frischem Logo und pinken Kartons eine neue Ära ein – die wohl prägendste Epoche des Dunks.
Die Schlangen für Releases wie »Diamond«, »U.N.K.L.E.« und »De La Soul« werden immer länger, doch kein Release erreicht je so viel Aufmerksamkeit, wie der »Pigeon« Dunk: Jeff Staple erklärt die Taube zum unverkennbaren Symbol der Großstadt und wählt eine graue Farbpalette mit orangen Akzenten. Das Campout vor dem Reed Space in New York muss von der Polizei aufgelöst werden, weil gewaltbereite Sneakerheads sich mit Baseballschlägern und Macheten eins der auf 202 Stück limitierten Paare sichern wollen. Die New York Post berichtet davon – auf dem Titel! Nun weiß auch die breite Masse über »Dunk Mania« Bescheid.
Das Jahr 2006 markiert den Beginn der »Black Box«-Epoche, die unter anderem eine Mid-Version des SB Dunk mit sich bringt. Dabei hat sich der Dunk schon längst vom Skateschuh zum Geschichtenerzähler entwickelt. Nun veröffentlicht Nike SB regelmäßig thematisch gestaltete Packs, um Sammler und Fans bei Laune zu halten. Dabei fällt besonders das »Three Bears Pack« auf: Es besteht aus dem »Baby Bear« Low, »Mama Bear« Mid und »Papa Bear« High. Jedes der Paare ist mit flauschigem Bärenfell und der passenden Bearbrick-Spielfigur ausgestattet.