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Die Geschichte zum Kangaroos x Sneakerness "Green Bridges"

Interview: Max von der Sneakerness

Wir haben uns mit Max von der Sneakerness getroffen und mit ihm über die erste deutsche Sneakerness-Kollaboration gesprochen.
Alle Fotos wurden von Julius Walsch geschossen und bearbeitet.

Wie schwer war es, einen Schuh zu designen, der ein Kölner Thema hat? Wie lief die Ideenfindung seinerzeit?


Als gebürtiger Kölner fiel es mir überhaupt nicht schwer einen Schuh zu designen, der meiner Heimat würdig ist. Die Idee kam uns im Rahmen der Sneakerness Paris 2014. Dort hatte Francky die erste Sneakerness-Kollaboration mit Puma rausgebracht und wir haben am Abend zuvor vor unserem Hotel gesessen und überlegt was für ein Thema wir nehmen würden, wenn wir für Köln einen eigenen Schuh designen dürften. Dabei wurde unter anderem das Kölner Brückengrün vorgeschlagen. Ein paar Monate später sind wir in unser neues Büro an der Zoobrücke umgezogen, wo ich mich nochmal mit dem Thema auseinander gesetzt habe. Als Kai von Kangaroos auf der Sneakerness Amsterdam 2016 auf mich zukam und wir über eine mögliche Kollaboration gesprochen haben, wusste ich, dass ich die faszinierende Geschichte hinter den Kölner Rheinbrücken mit diesem Projekt erzählen wollte.

Ihr hattet sehr viele Sample-Runden. Wo gab es die größten Schwierigkeiten und welche Fehler passieren bei der Materialwahl?


Wir hatten insgesamt sieben Samples, was definitiv überdurchschnittlich ist. Wir hatten bei unserem ersten Besuch in der Manufaktur in Münchweiler gleich um zwei Samples gebeten, weil wir etwas mit minimalistischem Branding rumprobieren wollten. Das brückengrüne Leder sah auf dem Tisch noch sehr gut aus doch leider sah es auf dem Coil-R1, den wir ursprünglich machen wollten, nicht so aus, wie wir uns das vorgestellt hatten und die Farben sahen auf dem Modell einfach nicht stimmig aus. Danach haben wir uns dazu entschieden etwas Zeit zu nehmen, es mit einem anderem Modell – dem Ultimate Leather – zu probieren und nach einen hochwertigerem Leder zu schauen. Unsere Geduld wurde belohnt.

Was kannst du uns zum Colorway und den Brandings sagen? Warum steht auf dem einen Schuh eine „IV“ und auf dem anderen eine „III“ auf der Ferse?


Es gibt insgesamt sieben Rheinbrücken in Köln doch nur vier davon sind im von Konrad Adenauer in Auftrag gegebenen und von der Bayer AG angemischten »Kölner Brückengrün« angestrichen. Die drei anderen Brücken sind ebenfalls grün, doch in einem anderen Ton. Darauf bezieht sich das Branding auf der Ferse; in römischen Zahlen weil Köln eine römisch geprägte Stadt ist. Das blaue Wildleder bezieht sich auf den Rhein und das braune Hirschlederfutter auf die dringend nötigen Wartungsarbeiten an den Kölner Rheinbrücken, die schon von Rost befallen sind. Das 3M Scotchlite auf der Zunge soll an die Blitzer erinnern, die die Stadt Köln aufgestellt hat, um weiter Schäden an den Brücken zu verhindern.

Was für Ideen hattet ihr beim Packaging? Was gibt es neben dem Schuh noch zu entdecken?


Wir hatten viele ambitionierte Ideen mit dem Packaging, letztendlich haben wir uns auf einen etwas einfacheren Karton im Kölner Brückengrün entschieden, weil sich alles andere in dieser sehr kleinen Auflage nicht gerechnet hätte. Der Karton ist von innen blau und mit einer Karte von Köln bedruckt, auf der man die sieben Kölner Rheinbrücken nachvollziehen kann. Dazu gibt es noch drei extra Laces, einen Schuhbeutel und ein kleines Geschenk von unseren Freunden von Gaffel Kölsch. Außerdem wird es noch ein T-Shirt von Egotrips geben. Dazu aber später mehr!

Wann und wie genau erscheinen die Schuhe auf der Messe? Gibt es schone eine feste Uhrzeit?


Die Schuhe werden am Samstag auf der Messe an einem eigenen Stand erhältlich sein. Ab 12 Uhr kann man sich bei uns am Stand ein Ticket abholen, mit dem man das Kaufrecht für den Schuh sicher hat. Aber 13 Uhr werden die Schuhe dann der Reihenfolge nach verkauft. Wir werden circa 60 Paare verkaufen und wenn die weg sind, sind die weg.

Wen willst du mit diesem Schuh ansprechen?


Ich habe den Schuh absichtlich nicht für die Szene gemacht, in der alle nur noch das wollen, was die Masse gerade macht. Ich habe diesen Schuh für Leute entworfen, die sich auf die Geschichte dahinter einlassen und sich mit dem Konzept auseinandersetzen wollen. Mir war es wichtig, dass die Leute auch zu 100% davon überzeugt sind, dass der Schuh 250 Euro wert ist.

Gibt es schon künftige Kollaborationsprojekte von der Sneakerness?


Noch gibt es keine konkreten Pläne aber es hat uns wirklich Spaß gemacht mit den Leuten von Kangaroos zusammen zu arbeiten und ich kann mir gut vorstellen, dass wir in uns in Zukunft nochmal gemeinsam in Münchweiler an einen Tisch setzen werden.

Beschreibe die Sneakerness in Köln in drei Worten.


Europas größtes Sneakerevent.