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Iniki heißt jetzt I-irgendwas

Adidas I-5923

Dieses Jahr brachte Adidas mit dem Iniki Runner eine Silhouette auf den Markt, welche mit Inspiration aus dem Archiv geboren wurde. Still und leise bekam sie knapp ein Jahr nach Erscheinung einen neuen Namen. 

Der Adidas Iniki Runner hat sich über das Jahr hinweg zu einem echten Liebling entwickelt. Ohne große Überraschung, denn mit der sportlich schlanken Silhouette, dem unverkennbaren Shape und Retro-Elementen überzeugt das Modell unter anderem in so vielen Punkten. 

Still und heimlich änderte man nun aber den Namen. Beim neuesten Release der Silhouette findet sich plötzlich eine seltsame Zahlen- und Buchstabenkombination beziehungsweise einfach nur ein schwarzer Block wieder, wo früher die Modellbezeichnung angebracht war. Was mancher vielleicht noch als "Design-Element" abgestempelt hat, ist tatsächlich jedoch eine Anlehung an die Geschichte der Silhouette. 
Till Jagla, Head of Pacemaker Products und Global Senior Director bei Adidas, hat nun auf seinem Instagram-Profil die Entscheidung und Geschichte erklärt.

Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix  - Anhand von diesem Werbeslogan veranschaulicht er die Entscheidung von Adidas.

Die Namensgebung wurde inspiriert von einem hawaiianischen Hurrikane, war aber grundsätzlich willkürlich. Die Silhouette ähnelt dabei in vielen Punkten dem Adidas Mercury aus dem Jahr 1985, bei der Suche nach dem perfekten Canvas öffnete man schließlich im Archiv die Regalnummer 5923 und wurde fündig.

Mit dieser Hintergrundgeschichte taufte man das Modell nun letztendlich I-5923. Beim ersten Release unter neuem Namen wurde auf der weißen Version die Modellbezeichnung jedoch mit einem schwarzen Block „zensiert“, während auf der roten Edition sich der neue Name in goldenen Lettern wiederfindet. 

Das sagt die Redaktion 

Mit diesem Hintergrundwissen wird manches gewiss plausibler, jedoch fragt man sich auch: Braucht es das denn? Die ersten Stimmen sind der Meinung, ein Schuh braucht einen Namen, keine Zahlenkombinationen. Viele Modelle wurden von archivierten Silhouetten inspiriert und haben dennoch keine Regalnummer auf dem Label. Vermutlich wird sich dieser Name auch nie wirklich durchsetzen und man sagt dennoch weiterhin „Iniki“, die einzige Veränderung wird sich an der Silhouette selbst mittels Branding abzeichnen.

Zumindest kann sich der Iniki nun aber in eine Reihe stellen mit P-Diddy aka 
Diddy aka Sean John aka Puff Daddy aka Puffy aka Swag aka... ihr wisst, worauf wir hinauswollen. Auf die Frage, ob man nach einem Jahr das Schuhmodell nochmal völligst anders bezeichnen sollte, antworten wir ganz klar mit: Nein. Ein Schuh kann diese Geschichte auch besitzen ohne seltsame Zahlenkombinationen am Sidepanel zu tragen. So schön die Geschichte hinter der Silhouette auch ist, so wenig wird sie durch die neue Namensgebung geehrt und sorgt letztendlich nur dafür, dass man dem Modell mit seinem unvergleichlichen Shape nun vermutlich "I-irgendwas" nennt, wenn man darüber spricht.