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The president stole your land

Patagonia will Präsident Donald Trump verklagen

Beim Aufruf der Patagonia US-Website erscheint aktuell in großen Lettern eine drohende Botschaft. Mit dieser sollen demnächst auch rechtliche Konsequenzen für Donald Trump folgen. 

Die sich für den Umweltschutz einsetzende Brand Patagonia droht mit rechtlichen Schritte gegen den amerikanischen Präsidenten und seine Administration. Die Hintergrundgeschichte dazu: Am Montag kündigte die Regierung an, das Bears Ears National Monument in Utah um 85 Prozent zu reduzieren. Außerdem soll das Grand Staircase Escalante National Monument in Nevada 50 Prozent seiner Fläche verlieren. Die Regionen sind durch den Antiquities Act geschützt und sollen Natur und Kultur schützen, in dem man sie zu einem Monument erklärt. Durch Roosevelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen, schuf dieses Gesetz die Möglichkeit, viele Naturgebiete zu erhalten und wichtigen Lebensraum für Tiere und Menschen zu schaffen. 

Der amtierende Präsident ist hierbei jedoch anderer Meinung. Man habe dadurch Land den Menschen weggenommen und Millionen von Hektar Land und Wasser einbehalten. Dieses möchte er nun „an die Menschen zurück geben“. Es handelt sich dabei um die größte Reduzierung von geschütztem Land in der amerikanischen Geschichte, insgesamt wären über eine Million Hektar Land betroffen. Gleichzeitig kündigt Trump an, ein neues Landmanagement einführen zu wollen, was der kommerziellen Fischerei und Erschließung von Weideland den Weg ebnen würde. 
Patagonia selbst war beteiligt an der Gründung von vielen Nationaldenkmälern und Monumenten und setzt sich seit jeher für den Umweltschutz ein. Mit der Reduzierung des ökologischen Fußabdruckes, Verwendung von Biobaumwolle oder recycelten Polyester setzen sie seit jeher ein Zeichen für die Produktion von nachhaltiger Kleidung. Um sich gegen Trumps Feldzug zu wappnen, schalteten sie auf ihrer US-Website eine Landing Page, die in bedrohlich großen Lettern alle User warnte „The President stole your land“. Neben der Darstellung der bedrohten Gebiete listeten sie am Ende der Seite eine Reihe von Vereinen und Organisationen auf, mit denen Patagonia nun zusammenarbeitet um gegen Trump und seine Administration vorzugehen. 

Dabei erwähnte Patagonia außerdem, dass die Verkleinerung der National Monuments nicht nur Auswirkungen auf die Natur hätte. Auch wirtschaftlich gesehen hätte diese Entscheidung enorme Auswirkungen. Öffentliche Ländereien und Wassergebiete sind essentiell für die Outdoor- und Erholungsbranche. Sowohl Wirtschaftskraft als auch das Ausgabevolumen und die Anzahl der Arbeitsplätze aus diesem Segment liegen weit über denen der Öl- und Gasindustrie. 

Hier kommt ihr zur Website.