Den Knall nicht gehört haben

Anti Social Social Club x DHL

Es gibt Brands, die haben nicht verstanden, wie der Service am eigenen Kunden aussieht, wie man nach ein paar Jahren noch aktuell bleibt und welcher Trend, so langsam auch mal gestorben ist. Meine Damen und Herren: Anti Social Social Club und DHL machen eine gemeinsame Kollektion! Wir fühlen uns sofort ins Jahr 2017 zurückversetzt.

Wer mit dem Kopf noch im Jahr 2016-2017 steckengeblieben ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als ein edgy Shirt wo DHL draufsteht, für den haben die Großmeister kreativer Kollaborationen (nicht) jetzt gleich eine gesamte Kollektion konzipiert. Anti Social Social Club haben laut eigener Aussage, ihr Problem mit den langen Lieferzeiten gelöst. Nicht zuletzt wegen dem zuverlässigen Partner DHL – ja ne, ist klar.

Die Anti Social Social Club x DHL Kollektion umfasst zwei Kapuzenpullover, zwei T-Shirts, eine bestickte Kappe und ein quadratisches Kissen. Dabei wird die charakteristische gelbe und rote Farbpalette von DHL genutzt und mit dem von uns allen verhassten Logo kombiniert. Auf der Rückseite ist der Schriftzug von ASSC in kontrastierenden Tönen – rot für die gelben Elemente und gelb für die schwarzen Teile. Das Kissen erinnert an eine der Kartonagen von DHL, komplett mit Co-Branding und technischen Daten.

Die Anti Social Social Club x DHL Kollektion erscheint am 25. September online auf der Seite von ASSC. Wenn die Teile per DHL verschickt werden, stellt euch schonmal darauf ein, dass eure Pakete zu spät oder gar nicht bei euch erscheinen.

Das sagt die Redaktion

Liebes ASSC-Team,
es ist endgültig an der Zeit, dass ihr eure Abeit niederlegt und die Streetwear-szene endlich von eurem unkreativen Mist befreit. Wir befinden uns bereits in der zweiten Jahreshälfte 2019 und eine Brand kommt immer noch auf die großartige Idee, eine DHL-Kollektion zu machen. Auf die simpelste Art und Weise: vorne drauf ein fesches DHL-Boxlogo, hinten der gewohnte ASSC-Spreadshirt-Aufdruck. Da hat sich das Team um Neek Lurk mal wieder selber übertroffen. Und überhaupt: warum macht man eine Kollektion, die Vetements bereits vor Jahren so schon besser gemacht hat. Damals war es ein cooler und erfrischender Move von einem jungen Label, das sich von anderen abheben wollte. Doch was ASSC da machen ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten. Wenn man dann noch seine eigenen Unzulänglichkeiten in Sachen Service damit entschuldigt, dass man ja jetzt mit der DHL zusammenarbeitet und dewegen alles besser wird, fehlen einem die Worte. “Hey Leute, wir liefern euch die Sachen jetzt mit der Deutschen Bahn, damit die rechtzeitig ankommen” oder “Kein Problem, das Paket kommt mit einem Telekom-Elektriker zwischen 8 und 18 Uhr” sind Aussagen, die unterstreichen wie hängengeblieben ASSC am Ende des Tages geworden ist. Das, meine lieben Leser, hat mit Streetwear so viel zu tun, wie ein Konzert von Hansi Hinterseher. Abstand!