Mizuno – eine 113 jährige Familie

Mizuno – Tradition trifft auf Technologie

In den letzten Jahren sorgte die japanische Brand Mizuno für frischen Wind in der Sneakerszene. Neben den großen Herstellern machte die Marke durch Kollaborationen und ausverkaufte Sizeruns von sich Reden. Doch mit ihrer 113-jährigen Historie ist die Brand aus Osaka alles andere als ein Newcomer.

Es soll schon etwas heißen, wenn Mastermind und Shoedog Hikmet Sugoer für eine bestimmte Brand ein Design konzipiert. Als er zusammen mit Highsnobiety auf dem »Wave Rider« eine Mizuno-Kollaboration vorstellte, war den meisten hierzulande noch gar nicht bewusst, mit wem man es da zu tun hatte. Dabei reicht die Heritage der Brand zurück bis ins Jahr 1906.

Angetrieben von seiner Liebe zum Baseball, die auf einer Reise in die USA entflammte, gründete Rihachi Mizuno 1906 die Brand Mizuno – in der Hoffnung, das Interesse für amerikanischen Sport zu steigern, der in Japan noch nicht besonders wichtig war.
Während die Marke in ihren Anfangstagen hauptsächlich Baseballausrüstungen verkaufte, erweiterte sie in den folgenden 70 Jahren ihr Sortiment um Ausrüstung und Kleidung für Tennis, Golf, Skifahren, Leichtathletik, Boxen, Fußball und weniger weit verbreitete Sportarten wie Handball.

In den 80er-Jahren begann Mizuno erstmalig mit der Entwicklung ihrer wohl bekanntesten Technologie: der Mizuno Wave. Dabei handelt es sich um eine eigens entwickelte Dämpfungseinheit, die den Athleten bei hoher Belastung optimalen Support verspricht, ohne dass sie auf Komfort verzichten müssen. Diese Innovation wurde 1997 mit dem »Wave Rider« prominent nach außen getragen und einem Lifestyle-affinen Publikum vorgestellt.

Da Mizunos Schuhe zunächst immer komplexer wurden, stellte der »Wave Rider« seinerzeit eine Rückkehr zur Einfachheit dar und sprach auch erstmalig einen Kundenkreis außerhalb des Performance-Segments an. Und genau diese Einfachheit sollte der Marke knapp 30 Jahre später auch auf dem europäischen Markt zu großen Erfolgen verhelfen.
Nachdem die Brand eine Kollaborationmit den japanischen Kollegen von Mita Sneakers auf den Markt brachte, folgten Highsnobiety, Footpatrol London, La MJC, Beams und sogar Afew aus Düsseldorf als neue Kollaborationspartner.
Nach 100 Jahren des Fokussierens auf Sportswear und Performance war es an der Zeit, mit solchen Projekten zu zeigen, dass Mizuno auch »Lifestyle« kann. Doch nur auf der Reputation der Partner möchte sich die Brand aus Osaka nicht ausruhen. Ihre Inline-Modelle Wave Rider 1 und 2 erfreuen sich ähnlicher Beliebtheit wie der Sky Medal, der auch schon als Leinwand für die Kollaborationen mit Mita Sneakers, Beams und Footpatrol diente.

Wer Schuhe für einen bestimmten Sport sucht, ist hier ebenfalls mehr als gut versorgt, da die Brand Sneaker für Handball, Rugby, Fußball, Basketball, Volleyball, Karate, Jiu Jitsu und so ziemlich jeden anderen Sport herstellt. In einer Zeit, in der die Sneaker- und Streetwear-Kultur eine große Übergangsphase durchläuft und Überangebot und wachsende Ansprüche sich gegenseitig hochschaukeln, sind authentische Beziehungen wie die zwischen Mizuno und den Partnern erfrischend.

Für das Label sind die Partner mehr Teil der Familie als Geschäftsbeziehung. Die komplette Kollaborationssparte läuft daher unter dem Namen »Kazoku« – dem japanischen Wort für »Familie«. »Kazoku steht für Loyalität.
In guten und schlechten Zeiten halten wir als Familie zusammen«, erklärt Partner Hikmet Sugoer. Und vielleicht ist es genau das, was Mizuno in der heutigen Sneakerszene so beliebt gemacht hat.
Die japanische Art mit Produkten, Partnern und vor allem mit Kunden umzugehen, ist weltweit einzigartig und wurde von Mizuno perfektioniert.
Und nach 113 Jahren im Geschäft sollte auch dem letzten Zweifler klar sein: Die Marke aus Osaka weiß, was sie tut und wird auch zukünftig die Kultur und Tradition aufrecht erhalten – in Form von Sneakern für den Alltag und für Athleten. Für die Fans, die Retailer und natürlich: für die Familie.