Introducing: Ravani Berlin

Ich hab Ravani… und Ketten aus Gold!

Bevor Ravani von sich erzählt, lässt sich die Brand durch diejenigen definieren, die sie tragen.

Vieles über Ravani Berlin zu erzählen, ist eher schwer, weil sich aber auch kaum etwas in Erfahrung bringen lässt. Wenn man auf ravaniberlin.com auf “About Us” klickt, wird man erst einmal abgespeist und fühlt sich auch nicht zwangsläufig willkommen, denn dort heißt es: 

“real brands move in silence

from the streets for the streets

those who know.

they know.”

Ravani fühlt sich cooler an, als man sich selbst findet aber sie sprechen auch zeitgleich von Community, denn diejenigen die wissen, wissen nunmal und dazu gehört man doch, sobald man deren Bildsprache versteht – oder etwa nicht? 

Die Ästhetik der Brand lässt sich klar einordnen. Ravani bewegt sich zwischen “La Haine” und “Blood In Blood Out”. Retro aber nicht glossy sondern raw und auch ein wenig abgefuckt – zwischen Vorort-Innenhof und innerstädtischem Brennpunkt. Wir befinden uns am Block oder im Späti, wo wir zu schwarzen OCBs und Capri-Sonne Safari greifen. Im Trapclub, wo die Mädels feiern und die Jungs in der linken Hand klein machen, während sie mit dem Kopf zum Takt nicken.   

Statt auf Klischees und plakative Bilder zu setzten,  greift Ravani den Vibe von alldem ein und bringt ihn in die heutige Zeit. Dobermänner, Häuserwände und alte Limousinen helfen bei der Inszenierung der Pieces, während hier bewusst auf glatte und makellose Models verzichtet wird. Die abgelichteten Gesichter könnten eher aus einer Neuverfilmung von Kids als der letzten Ausgabe der Vogue stammen und haben Ecken und Kanten. Nichts ist perfekt und Charakter, Uniqueness sowie Persönlichkeit sind bedeutender als vollkommenes Aussehen. Ravani soll getragen und nicht angezogen werden, um tougher zu wirken. Die Brand spielt mehr mit Assoziationen, Momentaufnahmen und Erinnerungen, als mit Trendvorgaben oder Designvorlagen. 

Ravani macht Said, Vinz und Hubert zu Fashionvorbildern und uns bleibt nichts anderes übrig, als die Playboysmafia zu pumpen, während wir hoffen, dass bald eine Sherpa-Leder-Pilotenjacke kommt, in der wir im Herbst Merguez wegflexen können.

Bei Ravani ist das “wer, wann und wo” relativ uninteressant, denn diejenigen die Bescheid wissen, finden sich darin wieder.

“Maxi King hat mich erzogen…Capri-Sonne ist wie Drogen”

Ravani gibt es exklusiv bei BSTN und auf ravaniberlin.com

Photo Credit: @fennalang