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5 Jahre Online-Expertise

Interview: Prinz Sportlich × Snkraddicted

In der Nähe des Dortmunder Flughafens haben sich die beiden Plattformen Prinz Sportlich und Snkraddicted zusammengefunden, um ihre Community mit Schnäppchen und heißen Releases zu versorgen. Wir haben mit Prinz-Sportlich-Gründer Till Schiffer und Snkraddicted-Gründer Tamo Gengel über ihre Fusion gesprochen.


Was war euer Anspruch, als ihr eure jeweiligen Blogs ins Leben gerufen habt?

Till: Ich habe während meines Studiums Texte für die Urlaubsplattform »Urlaubsguru« geschrieben. Die Idee der Seite war es, User mit Reise- und Unterkunftsschnäppchen zu versorgen. Ich dachte mir sofort, dass es so etwas auch für Sneaker geben sollte. Also habe ich meine Idee von Prinz Sportlich erstmalig bei den Kollegen von Urlaubsguru vorgestellt, stieß sofort auf Zuspruch und wurde mit der nötigen Infrastruktur versorgt – seitdem betreibe ich die Seite.

Tamo: Ich habe 2016 das erste Bild auf Instagram gepostet. Das Ganze war mehr als Hobby neben dem Studium gedacht. Wirklich professionell wurde der Blog erst, als ich im November 2017 zum Prinz Sportlich«-Team dazu gestoßen bin.

Wie unterscheiden sich Prinz Sportlich und Snkraddicted?

Tamo: Bei Prinz Sportlich geht es in erster Linie um Schnäppchen. Es ist eine Service-Plattform, die dem User hilft, coole Klamotten und Sneaker für einen günstigen Preis zu bekommen. Bei Snkraddicted liegt der Fokus mehr auf Hype-Releases. Hier werden spitzere Produkte abgefeiert und Kollaborationen sowie Limited Editions näher beleuchtet.

Was unterscheidet Snkraddicted von anderen Seiten und Blogs?

Tamo: Durch unseren engen Kontakt zu den Marken sind wir immer eine der ersten Seiten, die bestimmte Produkte featuren: sei es als normaler Release oder in Form eines Shootings oder aufwendigen Videos. So waren wir auch mit die ersten, die zum Jordan 11 »Concord« ein Video hochgeladen hatten – gedreht am Dortmunder Flughafen mit einem Privatjet. Denn nicht nur die Aktualität, sondern auch die Qualität des Contents ist entscheidend.

Till: Wenn du einfach nur einen Freisteller postest, ist das Feedback der Community verhalten. Laden wir ein On-Feet-Bild hoch, ist die Interkation schon eine andere. Und wenn wir dann mit so einem Video online gehen, verzeichnen wir dreifach so große Abverkäufe. Auch wenn sich durch die Algorithmen viel verändert hat: Guter und anspruchsvoller Content setzt sich am Ende des Tages durch! Zudem versuchen wir, im Gegensatz zu vielen anderen Seiten, auch unsere weibliche Community zu bedienen. Deswegen arbeitet bei uns auch eine Dame, die sich diese Aufgabe komplett auf die Fahne geschrieben hat, selber über 400 Paar Sneaker besitzt und genau weiß, was unsere weibliche Zielgruppe braucht und feiert.

Aus wie vielen Leuten besteht euer Team und welche Aufgaben übernehmt ihr?

Till: Das Team besteht insgesamt aus 14 Leuten. Drei davon sind nur für Snkraddicted zuständig, wobei wir eigentlich als großes Team fungieren. Ich als Geschäftsführer kümmere mich vorwiegend darum, die Richtung vorzugeben, kreative Konzepte auf den Weg zu bringen und natürlich die Beziehung zu den Marken zu pflegen.

Tamo: Bei mir sieht es ähnlich aus. Am Anfang war ich selber noch viel mit dem Tagesgeschäft beschäftigt. Durch unser Wachstum und die immer größer werdenden Ansprüche habe ich mich ein bisschen herausgezogen und arbeite vorwiegend strategisch und konzeptionell.

Was hat sich im vergangenen Jahr bei euch getan?

Tamo: Mit steigendem Umsatz hat sich auch unser Team vergrößert. Im Zuge dieses Wachstums haben wir erstmalig für uns definiert, welche Zielgruppen wir jeweils bedienen wollen und allgemein wie unsere Strategie für die nächste Zeit aussehen soll. Zudem treten wir jetzt als eigene Marke auf und haben gemerkt, dass das Interesse an uns als Brand doch größer ist, als wir anfangs vermutet haben.

Till: Das Ganze hatten wir zum ersten Mal in einer richtig extremen Form bei unserer Fußmatte gemerkt. Wir haben im Büro eine »Just Sneakers Allowed«-Fußmatte, die auch manchmal in unseren Instagram-Storys auftaucht. Nachdem wir ein paar Anfragen bekommen hatten, haben wir die Matte zuerst in einer Auflage von 50 Stück produziert. Als diese dann binnen weniger Sekunden ausverkauft war, produzierten wir nochmal 350 nach und stellten sie online. Wir hatten in den ersten drei Stunden 12.000 User auf der Produktseite und insgesamt haben circa 7000 Leute versucht, die Matte in den Warenkorb zu legen und sind dann leer ausgegangen. Unsere eigene Fußmatte hat besser performt als die besten Sale-Aktionen von Marken wie Nike oder Adidas.

Inwiefern hat sich eure Eigenwahrnehmung nach diesem Drop verändert?

Tamo: Solche Aktionen motivieren uns natürlich sehr! Dennoch wollen wir uns von dem Erfolg nicht blenden lassen.

Till: Wir würden beispielsweise niemals Snkraddicted-Merch in einer Stückzahl von 5000 bis 10.000 produzieren. Genau so wenig werden wir für kommende Drops irgendwelche Models buchen. Die Lookbooks werden weiterhin mit Leuten aus unserem Team geschossen und die Artikel bleiben exklusiv, so dass wir auf der einen Seite unserer Community etwas bieten, uns selber aber auch nicht zu stark verkaufen. Denn gerade Exklusivität wird heutzutage immer wichtiger.

Wie beurteilt ihr die aktuelle Entwicklung innerhalb der Sneakerszene?

Till: Alles änderte sich mit dem Adidas NMD. Obwohl bei Prinz Sportlich hauptsächlich Sales gepostet werden, ging dieser Release auch auf unserer Seite unglaublich ab. Das war das erste Mal, dass auch das »Normalo«-Publikum anfing, sich für spitzere Releases zu interessieren. Seitdem fällt es leider immer schwerer bestimmte Modelle auszuverkaufen, wenn nicht gerade große Namen wie Virgil Abloh oder Kanye West involviert sind.

Inwiefern hat sich eure Arbeit im Zuge dieser Entwicklungen verändert?

Till: Als ich vor fünf Jahren mit der Seite online ging, war das Verständnis für die ganze Sneaker-Materie noch eine ganz andere. Heutzutage kommen die User mit konkreten Wünschen und Modellen auf mich zu. Deswegen ist es für mich wichtig, Deals zu guten beziehungsweise coolen Produkten zu liefern. Wenn ich jetzt einen »uncoolen« Schuh bewerben würde, kämen sofort zahlreiche Beschwerden.

Was sind eure Ziele für 2019?

Tamo: Ohne zu viel zu verraten: Wir wollen definitiv mit einer eigenen Apparel-Kollektion an den Fußmatten-Hype anknüpfen und unserer Community das bieten, was wir selber auch feiern – sowohl was Qualität, aber auch was Schnitte und Materialien angeht. Auch auf der Content-Seite möchten wir uns noch weiterentwickeln, etwas persönlicher werden und unserer Community ein paar Einblicke gewähren, wer die Leute hinter Snkraddicted und Prinz Sportlich sind und wie unsere Arbeit aussieht.

Mehr von Prinz Sportlich und Snkraddicted gibt es hier:

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