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Modehäuser mit Rechtsdrang

Kinderkleidung im Neonazi-Look

Der Modekonzern C&A kam in letzter Zeit in große Erklärungsnot, als ein User auf Twitter das Unternehmen auf ein fragwürdiges Sweater-Motiv angesprochen hatte. Die Aufschrift "Division" zeigte erschreckende Ähnlichkeit mit dem Shirt-Design rechtsradikaler Neonazis.


Ein 15-Euro-Pullover aus der Kinderabetilung sorgt bei dem belgischen Modekonzern C&A gerade für unerwünschte Aufmerksamkeit. Das Wort "Division" in Frakturschrift und die Farben Schwarz, Weiß und Rot auf einem Kapuzenpullover erinnern viele Leute an Szenekleidung von Neonazis. Der Konzern reagierte auf die Kritik, indem er den Artikel aus dem Sortiment nahm.

"C&A steht in keiner Beziehung zu dieser Gruppe. Die Ähnlichkeit des Schriftzugs war uns nicht bewusst und keinesfalls beabsichtigt. C&A positioniert sich klar gegen Rassismus. Wir werden das Sweatshirt umgehend aus unserem Sortiment nehmen. Bitte entschuldige diesen Fehler", twitterte später die Kommunikationsabteilung.

Der Begriff "Division" wird laut der "taz" häufig in rechtsextremen Kreisen verwendet. Die Tageszeitung verweist in diesem Zusammenhang auf die Rechtsrockband "Division Germania" oder die rechtsradikale Kameradschaft "Division Franken".

Gegenüber der "taz" kündigte C&A deshalb an: "Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, unsere Design-, Schulungs- und Freigabeprozesse nochmal zu überprüfen."

Wir hoffen, dass auch andere Modehäuser diesem Beispiel folgen und Maßnahmen veranlassen, um Designs zu prüfen, bevor sie in den Verkauf gehen. Andere Modeunternehmen wie H&M oder Zara hatten sich in der Vergangenheit bereits häufiger in die Nesseln gesetzt und wir haben einfach kein Bock mehr, auch in den Kaufhäusern mit solchen Symbolen konfrontiert zu werden.