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Just do it

Nike gegen Donald Trump

Nike geht mit seiner "Just do it"-Kampagne bereits ins dreißigste Jahr. Grund genug zum Jubiläum ein paar Republikaner zu ärgern und als Gesicht der Kampagne den umstrittenen NFL-Spieler Colin Kaepernick zu wählen.


Colin Kaepernick ist mit 30 Jahren eigentlich im perfekten Football-Alter – dennoch ist er bereits im zweiten Jahr ohne Mannschaft und ein sog. »Free Agent«. Der Grund dafür war sein Sitzen und später Knien während der Nationalhymne. Der Spieler begründete sein Aussitzen folgendermaßen: 

»Ich stehe nicht auf, um Stolz auf eine Flagge für ein Land zu zeigen, das schwarze und farbige Menschen unterdrückt, für mich ist das wichtiger als Football, und es wäre selbstsüchtig von mir, wegzusehen. Da liegen Leichen in den Straßen, und Menschen bekommen bezahlten Urlaub und kommen mit Mord davon.«

Als Nike ihn für seine Courage als Gesicht der aktuellen Kampagne gewählt hatte, ist ein Medienecho in Amerika entstanden, das seines Gleichen sucht. Während die einen Nike in ihrem Vorhaben unterstützen, verbrennen Andere sämtliche Nike-Produkte, die sie besitzen. Allen voran auch US-Präsident Donald Trump, der die Kampagne als "schrecklich" bezeichnete und Kaepernick die Ausreise nahe legte.

Nike scheint das relativ egal zu sein. Sie entgegen dem Protest der Konservativen mit einer Anleitung, wie man ihre Produkte am besten verbrennen kann.

Wir für unseren Teil feiern die Aktion von Nike und verurteilen jede Form von Rassismus und falschem Patriotismus. Colin Kaepernicks Protest war nicht ohne Grund. Alleine 2017 sind 995 Personen durch die Waffe eines Polizisten gestorben. 20 Prozent davon Afroamerikaner und wiederum 19 Prozent unbewaffnet. Die zur Verantwortung gezogenen Officer bleiben meist straffrei.