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No need for Ivy Park

Was bringt uns Beyoncé x Adidas?

Vor kurzem gab Adidas bekannt eine Partnerschaft mit dem Superstar Beyoncé einzugehen. Dabei soll auch die Marke der Sängerin Ivy Park gepusht, als auch ein eigener Signature Sneaker auf den Weg gebracht werden. 


Als das obige Bild am 31. März vom offiziellen Adidas-Instagram-Account mit der Caption "A new beginning. More on 4.4." gepostet wurde, war die Neugierde immens. Verschiedenste Gerüchte machten die Runde. Während die einen dachten, es würde ein neues Logo gelauncht werden, gingen andere von Kollaborationen mit Pornhub, Kill Bill oder Fortnite aus. Eines war jedoch sicher: die Fans haben etwas Großes erwartet. Als dann die Nachricht kam, dass die große News eine Partnerschaft mit Beyoncé und im selben Atemzug ein Revival ihrer Brand Ivy Park war, wussten wir nicht so richtig wie wir diese Neuigkeit einordnen sollten.

Chancen

Man kann Empowerment und Pop Musik nicht ohne den Namen Beyoncé in einem Satz verwenden. Der Sound der ehem. Destinys Child Frontfrau trifft viele Millionen Fans weltweit und ihre Texte haben stets eine bestärkende Message. Adidas könnte diesen Drive nutzen und zeigen, wie eine gute Sportswear-Linie für Frauen auszusehen hat. Beyonce könnte zusammen mit den 3-Streifen weg von der Idee gehen, dass Mädels auf ihren Sneakern glitzernde Steinchen oder bunte Pastellspielereien brauchen. In Zusammenarbeit mit der Pop-Sängerin könnte so auch ein völlig neuer Sneaker entstehen, der das Potential hätte die weibliche Antwort auf den Yeezy zu sein. Sollte Adidas dies gelingen, sollte klar sein, was 2019 die weiblichen Sneakerheads tragen werden.

Risiken

Leider gibt es bei einer solchen Nachricht auch einen bitteren Beigeschmack. Zunächst einmal erwartet man bei einer derart großen Ankündigung eine Revolution á la Steve Jobs, der mit Apple ähnliche Marketingschritte eingeleitet hat und auf jedes große Announcement eine neue und spannende Produktlinie bekanntgab. Im schlimmsten Fall erwarten uns bei Beyoncé drei Kollektion, mit ein paar Shirts, jeweils einem Paar Schuhen und vielleicht Trainingsklamotten. Die Herausforderung besteht hier auch, das besser zu machen, was Wettbewerber Puma mit Rihanna nicht geschafft hat: nachhaltiger Erfolg. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: designt die Sängerin auch selbst? Werden die Teile erschwinglich sein? Grenzen sie sich mit ihrem Design vom bestehenden Sortiment ab? Kommen die Kollektionen nur für Frauen auf den Markt oder entscheidet man sich für eine Unisex-Lösung? Auch mit Hilfe der größten Popsängerin unserer Zeit, steht eine große Aufgabe Adidas bevor. Zudem nimmt sich Adidas leider nicht nur Beyoncé an, sondern planen auch Projekte mit der wohl unnötigsten Brand in dieser Szene: Ivy Park.

Uninspirierte Designs, kein wirkliches Markenimage und nichtssagende Textilien sind wohl einige Kritikpunkte, welche die Marke aus unserer Sicht zu einem schwierigen Partner machen. Das schlimmste an Ivy Park sind jedoch die Arbeitsbedingungen der Frauen in den Fabriken. Gerade eine Beyoncé, die sich für Empowerment und Gleichberechtigung einsetzt, sollte sich nicht mit einer Marke brüsten, die bereits mehrfach in der Kritik stand seine Angestellten mit Hungerlöhnen und fragwürdigen Arbeitsbedingungen abzuspeisen. Und Adidas sollte dies genauso wenig machen.

Fazit

Zum jetzigen Zeiptunk haben wir noch keine Produkte gesehen. Demnach sind wir noch guter Dinge, dass diese Zusammenarbeit, auch trotz Ivy Park, für Furore sorgen und solange die Produkte stimmen, auch einen Paradigmenwechsel auf dem Markt einleiten wird. So könnte es Adidas zusammen mit einem weiblichen Superstar wie Beyoncé schaffen, dass 2019 jede Frau Adidas trägt. Wir sind gespannt und halten euch auf dem laufenden.