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Verknackt für Knit?

Nike verklagt Puma

Innovationsklau? Nike bezichtigt Puma der dreisten Kopie und verklagt den nordamerikanischen Ableger der Herzogenauracher Brand.


Flyknit, Primeknit, EVOknit: Sneaker-Upper aus Knit-Materialien sind heutzutage nicht mehr aus den Schuhregalen wegzudenken. 2012 stellte Nike die damals bahnbrechende Technologie vor. Atmungsaktiv, leicht, aber trotzdem Halt und Stabilität bietend. Kurz darauf stellte Adidas eine ähnliche Technologie vor: Primeknit. Das Resultat war ein Rechtsstreit zwischen den weltweit größten Sportartikelherstellern, der in erster Instanz zugunsten Nikes entschieden wurde. Adidas musste daraufhin die Primeknit-Produktion einstellen. In weiter Instanz wurde dieses Urteil allerdings revidiert.

Auch Skechers durfte in der Zwischenzeit Bekanntschaft mit der Rechtsabteilung von Nike machen, nachdem die 1992 von Robert Greenberg gegründete Marke eine eigene an Flyknit angelehnte Technologie vorstellte.

Nun trifft es den zweitgrößten deutschen Sportartikelhersteller Puma.
Das Streitobjekt ist in diesem Falle die hauseigene EVOknit-Technologie, sowie die Silhouette des Puma Jamming.
Der Puma Jamming verfügt über eine mit dämpfenden Kugeln gefüllte Mittelsohle, die in ihrer Konstruktion stark an ein Air-Cushioning-System aus dem Hause Nike erinnert. Zudem wurde für den Puma Jamming die EVOknit-Technologie verwendet.
Nike verfügt alleine für die Flyknit-Technologie über 300 patentierte Gebrauchsmuster.
Laut Forbes wurde die Klage in den Vereinigten Staaten von Amerika eingereicht.

Wir halten euch vom Prozessverlauf auf dem Laufenden.

Das sagt die Redaktion

Ob man sich jetzt noch schnell einen Jamming ins Regal stellen sollte, bevor der Verkauf der Silhouette eingestellt wird?